Pessach-Seder / 11.4.2017 / 16. Nissan 5777

Wie im letzten Jahr trafen wir uns im schönen, großen Saal des Nachbarschaftshauses am Lietzensee. Die lange, geschmückte und gedeckte Tafel erwartete dort die Ohelistas mit ihren Familien, ihren Kindern, den Freunden. Viele alte und neue Bekannte fanden sich wieder, viel zu selten können sich alle treffen. Der Pessachseder führte die Ohel-Familie zusammen!

Jalda als unsere Kantorin führte uns mit Freude, mit ganz viel Liebe, mit Liedern und ihrer schönen Stimme durch die Haggadah. Wir lasen in drei verschiedenen Sprachen: Hebräisch, Deutsch, Englisch.  Dabei hielten wir immer wieder in der Erzählung inne, stellten Fragen, diskutierten. Rabbi Jill Hammer und Shoshana Jedwab aus New York waren als Special Guests dabei und bereicherten nicht nur die Diskussion, sondern Jalda erklärte Shoshana zu der Drummerin auf die sie schon seit Jahren wartet.

Mitzrajim, der enge Ort. Der Auszug ein immerwährender Weg. Die Geschichte, die wir erzählen, ke ilu als ob wir selbst dabei waren.

Das Festmahl war überwältigend: Anna und ihre zahlreichen Helfenden hatten mit viel Zeit und Energie ein umwerfendes Menü vorbereitet, gekocht, transportiert und aufgebaut.

Die großen und kleinen Kinder erkundeten vorsichtig, wo es vielleicht auch eine Spiel- und geben könnte – und machten sich eifrig daran, den Afikoman zu suchen und unter großen Jubeln auch zu finden….

Am Ende zählten wir den ersten Omer und Rabbi Jill Hammer stellte uns aus ihrem Buch

The Omer Calender of biblical women die erste, die Schechina vor.

Ganz herzlichen Dank an alle Helfer, die tatkräftig und unaufgeregt dafür gesorgt haben, dass alles vorbereitet und geschmückt war. Ein besonders großes Lob vor allem jenen, die nach dem Seder noch mithalfen, aufzuräumen, abzubauen, abzuwaschen und auszufegen.

Nächstes Jahr in Jerusalem!  Oder doch wieder in Berlin ?

Text: Esther Trapp               Photos: Anna Adam