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AKTUELL

Auf dieser Webseite findet ihr:
Pessach 5770 - 2010
Purimfeier bei Ohel Hachidusch 27.2.2010
Beth Jacob Thora in Berlin
Januar 2010: Fotos von Shir Tikvah
Bericht über unser Thorafest am 28. November 2009
Anjas Rede zur Geschichte des Thora-Wimpels
Artikel von Rabbiner Arnie Sleutelberg aus Troy/ Michigan, USA
Bericht über unser workshop "Path of Love" vom 6.-8. November 2009 mit Rabbi Shefa Gold
           aus Jemez Springs, New Mexico/ USA

Bericht über unsere Sukkot-Feier 2009
3. Juli 2009: Rabbinerin Frau Prof. Goodman-Thau zu Gast bei Ohel Hachidusch
Pessach 2009: 2. Sederabend bei Ohel Hachidusch



Pessach 5770 - 2010

Der Pessachseder, als grosses Familienfest, hat nicht nur die Ohel-Familie zusammengeführt.
Viele alte und neue Freunde, die teilweise von weit her extra anreisten, feierten mit uns den 2. Sederabend.
Wie auch in den vergangenen Jahren öffnete Anna ihr geräumiges Atelier. Wir haben gemeinsam den Raum aufgeräumt, geputzt und gekaschert, um Platz für unsere grosse Tafel zu schaffen.
Es wurde trotzdem erfreulich eng, und wir mussten sogar noch anbauen.

 
Unsere Kantorin Jalda führte uns wie gewohnt gekonnt und mit viel Herz, Engagement und Liedern durch die Haggadah . Wir spürten die Enge von Mitzrayim und zogen aus in die Freiheit. Hallelujah.

Das Festmahl übertraf alle Erwartungen. Anna und ihr Kochteam haben viel Zeit und Liebe in die Vorbereitung des Menüs gesteckt. Anna und Sabrina, die beiden Profis, haben gemeinsam gekocht.
Viele Hände packten beim Grossaufräumen mit an. So wie es eben in einer guten Familie zugeht. 

 
Vielen Dank an  Jalda, Anna, Sabrina und alle Helfer!

Hier sollen noch 2 unserer Gäste aus USA zu Wort kommen:

Erst ein Zitat aus Sabrinas Blog:
The Seder may have beeen conducted in German and it may not have included any of my relatives, but afer the 5th glass of wine it felt exactly like the Seders of my childhood.
Der ganze Blog mit vielen Fotos und Annas leckeren Seder-Rezepten findet sich unter http://www.foodandfootage.com/.

Nalini danken wir für die Fotos auf dieser Seite. Sie fasst ihre Eindrücke von unserem Sederabend so zusammen:
"Being part of the Pesach celebration at Ohel Hachidusch was a blessed highlight of my year. The kahal is welcoming and warm and Jalda's hosting made for a rich experience opening me to be able to taste a real bit of freedom yet again. The food was exceptional as well.- thank you to Anna and Sabrina. I can't wait to return!" -- Nalini Indorf Kaplan

   




Purimfeier bei Ohel Hachidusch 27.2.2010 (Erew Purim 14. Adar 5770):

 
Alle Jahre wieder durchlaufen wir in der Choreographie des jüdischen Kalenders bestimmte Feste mit ihren je eigenen Inhalten und Stimmungen. Im Februar war es in unserem Ohel schon wieder soweit, das Purim-Fest zünftig zu begehen. Was ist ein zünftiges Purim-Fest? Eines, bei dem man betet, die Legende von Esther und Mordechai gemeinsam liest, über das Wunder der Rettung der Juden nachsinnt, zusammen feiert und nicht zuletzt… zusammen lecker isst und trinkt. Das haben wir ausgiebig in unserem Zelt getan.
Mit Purim bietet das Judentum zwar die ausgelassendsten Bräuche. Zugleich gibt die Geschichte doch auch viel nachzudenken auf. Wenn es ein Reizwort in der jüdischen Überlieferung gibt, dann ist das Amalek. Als die Kanaaniter während der Wüstenwanderung die Israeliten verfolgten, wer tat sich da besonders hervor? Amalek. Wem hatte König Saul das Ende seiner Karriere zu verdanken? Amalek. Und wem begegneten die Israeliten im großen Reich der Perser in der Person eines Hofbeamten wieder? Haman stammte von Amalek. Was die Esther-Geschichte so wohltuend von anderen Kriegen und Siegen unterscheidet, ist, dass es das Agieren einer einzigen, auch als Königin im Grunde rechtlosen Frau war, die das Blatt wendete, auf dem die Vernichtung ihrer Gemeinschaft schon niedergeschrieben war. Am Ende erleidet Haman das Schicksal, dass er der jüdischen Gemeinschaft von Persien zugedacht hatte. Warum es aber seine zehn Söhne mit ihm teilen müssen, bleibt z.B. ein Rätsel. Wenn überhaupt ist das nur symbolisch als der Versuch zu verstehen, nun das Böse endlich ganz auszurotten.
Wir haben uns an jenem Abend schliesslich mehr darauf konzentriert, das Fest zu einem Spaß für die ganze Familie werden zu lassen. Das heißt bei uns, dass nicht nur die Kinder phantasievoll verkleidet erscheinen. Und geradezu eine Ehrenpflicht ist, die Lesung aufmerksam zu verfolgen, um auch ja jede Erwähnung von Haman in einem riesigen, tobenden Lärm von Ratschen, Tröten und Rufen versinken zu lassen. Dazu gab es reichlich Gelegenheit: wir haben die Megillat Esther verteilt auf verschiedene Personen gelesen: zum Teil auf Hebräisch und dann eine von Jona abgewandelte Form. Die beginnt so: „Es war einmal in einer Galaxie weit, weit weg und vor langer, langer Zeit. Zwischen zwei Spiralarmen dieser Galaxie auf Position 30°MZPerX12’5 gab es in einem kleinen Gebiet, in dem meist nicht viel los war, ein Sonnensystem mit 8 Planeten. Auf dem 3. Planeten gab es ein Königreich, das herrschte über 127 Länder und Kolonien im ganzen Sonnenystem. Dieses Reich hieß Paras u-Madai, seine Hauptstadt aber war Schuschan. …“ Auf den ersten Blick also nicht wiederzuerkennen, endet die Geschichte aber auch hier mit dem vertrauten Ergebnis, dass die Leute von Jehuda doch noch eine Zukunft hatten und immer wieder haben werden. So haben auch wir einmal mehr fleißig das Gebot der Thora erfüllt, sich ja daran zu erinnern, Amalek zu vergessen.              
Jona Kirchner                                                                                                                                                                                                                                      
                                                                                                           


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                                             Beth Jacob Thora in Berlin


                                      Beth Jacob Thora  

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Im Dezember 2008 übergab die Gemeinde Shir Tikvah aus Troy/Michigan
im Rahmen des "Torah Active Kiddushim" Programms Ohel Hachidusch
ihre Beth Jacob Thora. Ihre ältesten Teile stammen aus dem 18. Jahrhundert.
Die Thora stammt vermutlich aus der Tschechoslowakei. Deshalb war es auch der Wunsch
der Shir Tikvah Gemeinde, dass die Thora nach Europa zurückkehrt.

Anna hat einen tragbaren Aron HaKodesch gebaut, in dem die Thora sicher wohnt.
Wenn sich dieser Typ bewährt, bekommt die Thora einen Schrank aus biblischem Holz:
leicht, atmungsaktiv und schön.
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Januar 2010: Wirfreuen uns sehr über die neuesten Fotos aus unserer Partnergemeinde
Shir Tikvah in Troy/ Michigan. Sie zeigen, wie gut  Chajims Hawdala Keramik und unser Wimpel für die Blumenstein-Family Tora dorthin passen und wieviel Interesse unserer Ohel-Dokumentation entgegengebracht wird. Danke Shir Tikvah!


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Torafest am 28. November 2009/ Erew 12. Kislew 5770

Am 28. November 2009 gab es unterm Dach von Ohel Hachidusch ein ganz besonderes Fest. Gemeinsam mit Rabbiner Arnie Sleutelberg und zahlreichen Mitgliedern der Congregation Shir Tikvah in Troy/ Michigan, USA sowie mit vielen Ehrengästen und Gästen feierten wir unser Torafest.

Vorgeschichte:
Am 13. Dezember 2008/ 17. Kislew 5769 übergab Shir Tikvah nach einem Auswahlverfahren von 9 Bewerbern die Beth Jacob Tora unserer Kantorin Jalda Rebling. Der Rabbiner der Gemeinde, Reb Arnie Sleutelberg, schildert die bewegende Zeremonie:
"One of the most moving moments at Shir Tikvah was in December, when we presented our Beth Jacob Torah to Cantor Jalda to take to her congregation, Ohel HaChidusch, in Berlin, Germany at our Torah Alive! consecration service last December. Witnessing our Holocaust survivors place the Torah into her arms left us all with tears streaming down our cheeks.  She accepted the Torah with tearful emotion, then walked down the aisle as we sang “May you be blessed as you go on your way.”  We knew that we were witnessing a profound moment in the history of the Jewish people as our Torah began its way to Germany."  (www.shirtikvah.org).
Shir Tikvah hatte die  Beth Jakob Torah in den ersten Jahren ihres Bestehens als eine Spende erhalten. Heute ist Shir Tikvah eine starke Gemeinde, die eine eigene Tora, die Blumenstein-Family Tora, von der Soferet Jan Taylor Friedman hat schreiben lassen.
Anstatt die Beth Jakob Tora ungelesen im Aron Hakodesch der Gemeinde zu bewahren, haben die Gemeindemitglieder beschlossen, ihre erste Tora an eine kleine junge Gemeinde weiterzugeben, die noch keine eigene Tora hat. In einer Ausschreibung gab es 9 Bewerber aus den USA, Europa, Südamerika und Israel. Das Commitee of Trusties der Congregation Shir Tikvah entschied sich für Ohel Hachidusch e.V. in Berlin. 
Nun ist die Beth Jacob Tora seit einem Jahr in Berlin und lehrt jüdisches Wissen in einem kleinen kreativen jüdischen Verein. Es finden regelmäßig Gottesdienste und verschiedene  Lernveranstaltungen statt.  Es wird gelernt, diskutiert, gesungen, gekocht und Jüdischkeit gefeiert.

Kabbalat Schabbat und Torafest:

Am 27. November 2009 war es soweit: wir konnten Rabbiner Arnie Sleutelberg und 15 weitere Gäste aus seiner Gemeinde in Anna Adams Atelier zum Kabbalat Schabbat empfangen.
Es war ein ergreifender Gottesdienst, der von Rabbiner Arnie Sleutelberg gemeinsam mit  unserer Kantorin Jalda Rebling geleitet wurde.  Chajim Grosser sorgte für eine besondere Überraschung: er überreichte unseren Gästen selbst gearbeitete, kunstvolle Keramik  für die Hawdala-Zeremonie. Danach gab es einen Kiddusch. Bei den leckeren Speisen, die wir zubereitet hatten, kamen Gespräche schnell in Gang. Es breitete sich eine warmherzige, freundschaftliche Atmosphäre aus, die die Vorfreude auf den nächsten Abend steigerte. 


Unser Torafest fand am Abend des 28. November statt. Wir sind sehr dankbar, dass zu unseren Ehrengästen Rabbiner Tovia Ben-Chorin, liberaler Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin und Rabbiner Walter Rothschild, Landesrabbiner von Schleswig-Holstein gehörten.

     

Wir feierten an einem historischem Ort: im Betsaal des Ehemaligen Jüdischen Waisenhauses in Berlin-Pankow. Das Waisenhaus wurde 1882 gegründet und beherbergte zeitweise bis zu 100 Waisenkinder. Sie wurden 1940 in die Konzentrationslager verschleppt. Jeder von uns spürte die atmosphärische Dichte in diesem Raum, in dem zum ersten Mal seit 1940 wieder Tora gelesen wurde. Ein grosses Loch in der Wand wurde in dem von der Cajewitz-Stiftung renoviertem schönen Raum bewusst so gelassen: Dort war der Aron Hakodesch des Waisenhauses herausgerissen worden. Wenige Meter entfernt stand nun unser eigener, von Anna Adam gebauter, tragbarer Aron Hakodesch mit der Beth Jacob Tora, deren einzelne Teile zwischen 70 und über 200 Jahre alt sind und bestimmt auch schon viel erlebt haben bevor sie -wahrscheinlich aus der ehemaligen Tschechoslowakei- in den USA in Sicherheit gebracht wurden. 

    
Nach der Hawdala, die von Rabbiner Arnie Sleutelberg und Kantorin Jalda Rebling geleitet  wurde, hob Anna Adam nach einer kurzen Begrüssung unserer Gäste die Beth Jacob Tora aus ihrem Schrein. Die Tora wurde dann in einer feierlichen Prozession in die Mitte des Raumes getragen und auf einem langen Tisch ausgerollt. Schonend zusammen gehalten wurde die Tora  von einem von uns allen unter Ellas fachkundiger Anleitung besticktem Wimpel, einem aschkenasischen Brauch aus dem späten Mittelalter (Fotos s.u.).
Wir -ca. 90 Menschen- sassen in einem grossen Kreis um die Tora, so dass jeder nahe genug war, um wirklich dabei zu sein. Manche von uns waren bisher noch nie einer Tora so nahe gekommen. 

 

 
Jetzt kam der Höhepunkt unsereres Festes: Die Beth Jacob Tora hat neun Nahtstellen, an denen die unterschiedlich alten Teile zusammengesetzt wurden. Genau diese Textstellen wurden nun von unseren drei Ehrengast-Rabbinern, Mitgliedern von Shir Tikvah, Oren Roman aus Jerusalem sowie von unserer Kantorin, Jona und Anja von Ohel Hachidusch gelesen, kommentiert  und mit Segenswünschen geehrt.  Weitere Ehrengäste waren Pfarrer Christian Zeiske von der Gethsemanekirche und zwei muslimische Freundinnen Myriam und Gitti- Fatima. 

    

Die Beth Jacob Tora ist in Berlin angekommen.

Nachdem die Tora in den Aron Hakodesch zurückgebracht worden war und Rabbiner Tovia Ben-Chorin den Kaddisch der Rabanan gesagt hatte, überreichte Angela R. unseren amerikanischen Gästen eine ca. 7 m lange Ohel - Rolle mit persönlichen Beiträgen unserer Mitglieder, mit Fotos und bewährten Kiddusch-Rezepten von Ohel Hachidusch. Angela fasste in ihrer Rede vieles zusammen, was uns während der Feier bewegte. Hier der Text:
" Lieber Arnie,  dies ist ein kleines Geschenk von unserer Gruppe Ohel Hachidusch. Seit unserer Begegnung gestern Abend und dem gemeinsamen Schabbat feiern, denke ich, dass Du und auch die anderen Mitglieder von  Shir Tikvah gefühlt haben, wie wichtig Euer Geschenk der Beth Jacob Tora  für uns ist.  Es war ein wichtiger Schritt in dem Prozeß mehr  Verantwortung zu übernehmen. Für  uns als Gruppe bedeutete es aber auch, dass Ihr die Wichtigkeit, ein neues jüdisches religiöses Leben in Deutschland nach der Shoah aufzubauen gesehen habt ,  in die auch die neuen Entwicklungen integriert sind. Für diese Möglichkeit möchten  wir Euch danken. Dieses Geschenk ist auch wie eine kleine Tora und enthält einige sehr persönliche Aussagen von einigen Mitgliedern von Ohel Hachidusch über die Zeit der letzten zwei Jahre, seitdem wir eine stabilere Gruppe wurden.Vielen Dank für Euren Besuch in Berlin zu dieser Feier."
Anja übergab unseren Gästen aus Troy einen ebenfalls von uns handgefertigten Wimpel für ihre neue Blumenstein-Family Tora. Anjas Rede findet ihr anschliessend.

Nun folgten weitere inspirierende Worte von Rabbiner Tovia Ben-Chorin. 
Der ganze Abend wurde von uns allen mit Liedern, Nigunim und Chants zusammengewoben, geleitet von unserer Kantorin Jalda Rebling.
Rabbiner Walter Rothschild leitete anschliessend den Kiddusch. Die kulinarischen Köstlichkeiten hatten Gaby Nonhoff  und zahlreiche talentierte Hobby-Köchinnen von Ohel Hachidusch liebevoll zubereitet und viele helfende Hände flink aufgetragen.
Mit Gesang und persönlichen Gesprächen ging dieser Abend zu Ende. Vielen Dank allen, die ihn zu einem so besonderen spirituellem Erlebnis gemacht haben.

Für die Überlassung der Fotos bedanken wir uns herzlich bei Herrn Marco Limberg

(Dieser Text ist ungewöhnlich ausführlich ausgefallen. Die Feier war aber für uns als Gemeinschaft so wichtig, dass eine kurze Beschreibung ihr nicht gerecht würde).

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Anjas Rede zur Geschichte des Thora-Wimpels 

Dear guests, dear guests from Shir Tikvah,
a few moments ago you have witnessed how the Torah Scroll is wrapped with a Wimpel – a genuine Jewish invention of the 16 th Century. The Wimpel is made out of  the swaddling cloth that was used during the Brit Mila. It is then embroidered or painted and the name of the boy is written on it .  When the boy is three years old and he accompanies his father to Shul for the first time, he hands over his Wimpel to the community and the Torah is then wrapped with the Wimpel of this particular boy. Until the next boy brings his and then again another boy comes. The Wimpels that are not used anymore are kept in the Beit Knesset and serve as a family history book of the members of the community.
The women of Ohel HaChidusch took pleasure in embroidering a Wimpel for the new Torah of the Shir Tikvah Community and hope that this is understood as a sign of the bond between our groups.
Thank you for donating to us this several centuries old Torah Scroll .

  

  

Beim Sticken der Wimpel für die Blumenstein-Family Tora und unsere eigene Beth Jacob Tora
haben alle weiblichen Mitglieder von Ohel Hachidusch unter Ellas fachkundiger Anleitung mindestens ein Blümchen beigesteuert und ihre Freude am Sticken wiederentdeckt.

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Hier ein Text von Rabbi Arnie Sleutelberg aus Troy/Michigan, in dem er seine Eindrücke von unserem gemeinsamen Torafest und seinem Besuch in Berlin zusammenfasst. Den zitierten Artikel aus der "Jüdischen Allgemeinen" können Sie auch auf unserer Presseseite lesen.


Die Rolle aus Amerika
The Torah Scroll from America

FEIER Ein Rabbi aus Detroit liest aus der Tora, die seine Gemeinde Berlin schenkte

CELEBRATION  A rabbi from Detroit reads from the Torah which his congregation had gifted to Berlin

So read the headlines of a feature article in the Berlin Jewish News, the “Jüdische Allgemeine.”

http://www.juedischeallgemeine.de/epaper/pdf.php?pdf=../imperia/md/content/ausgabe/2009/ausgabe49/14.pdf


After deciding to commission the writing of a new Torah, the Board of Trustees of Congregation Shir Tikvah decided to share our good fortune by passing forward a Torah which had been gifted to us by Temple Beth Jacob in Pontiac.  We sought to find a deserving, viable, egalitarian congregation for whom this would be their only Torah.  A Torah donation committee was formed, applications were distributed around the world on the internet, and nine deserving applications were received.  The committee narrowed the field to three and the Board of Trustees chose Ohel HaChidusch in Berlin, Germany for several reasons.  First, they are egalitarian and viable with devoted leadership.  Second, unlike other Berlin congregations, they are welcoming of the intermarried, as well as those who, 60 years after the Holocaust, are attempting to reconnect with their Jewish ancestry (though technically not yet Jewish themselves).  And like Shir Tikvah, they are welcoming of the Lesbian, Gay, Bi and Transgender community.

In Shir Tikvah’s new Ark a place of holy memory will always be kept for our Holocaust Torah.  It came to us because its congregation in Eastern Europe was destroyed.  However, now that there is a resurgent Jewish community in Eastern Europe, even in Germany’s capitol, it is fitting that we return a Torah, the Beth Jacob Torah, to Eastern Europe, to Berlin, in a clarion call proclaiming that Am Yisrael Chai, the People of Israel lives.


At our Dedication Ceremony last December, representing Ohel HaChidusch was their spiritual leader, Cantor Jalda Rebling.  Our President, Erica Peresman and our Torah donation committee chair, Eileen Nowikowski, passed the Beth Jacob Torah to Shir Tikvah’s Holocaust survivors, Edith Bernstein, Wolf Gruca, John Kovacs and my Mom, Edith Sleutelberg, who, on our behalf, passed the Torah to Cantor Rebling.

In the most moving moment of the evening, Cantor Rebling accepted the Torah, tearfully thanked the congregation, and slowly walked off the Bima and down the aisle as the congregation equally tearfully sang, “May You Be Blessed As You Go On Your Way” by Debbie Freedman.  This moment proved once again what we all know already; that as great as it is to receive, it’s even better to give.

Nearly a year later, Congregation Ohel HaChidusch hosted its Torah Consecration ceremony in the sanctuary of what was formerly a Jewish orphanage.  With representatives of the Christian and Muslim faiths in attendance, 3 rabbis, 1 cantor, 20 people connected to Shir Tikvah, and dozens of others, the Beth Jacob Torah was taken from its newly constructed Ark, unwrapped from its newly embroidered Wimple, unrolled, read, and consecrated.  Seven times a portion was chanted, and beautiful Divrei Torah with blessings were shared, many by Shir Tikvah members.  I had the privilege of chanting the Priestly Benediction.

Irv Wengrow from Troy shared that being a part of the Kabbalat Shabbat service and Consecration helped him to know that we had made the right decision in gifting the Torah to Ohel HaChidusch.  A film crew documented the evening as well as reporters from Berlin’s newspapers.  It was thrilling to be a part of this historic event. 

Ohel HaChidusch, because it is welcoming of those who are shunned from other congregations, has had difficulty obtaining funding or any assistance from Berlin’s Jewish community.  How sad that they are discriminated against as a congregation for being open and welcoming.  Many descendants of pre-war Jews are discovering their Jewish roots and are desirous of connecting with the Jewish community while pursuing conversion.  Unlike other Berlin congregations, Ohel HaChidusch is welcoming of those who wish to learn, experience and grow into their Judaism.

In addition to participating in the Shabbat and Consecration services, we toured Berlin, taking in the sites of East and West, the remnants of the wall, the new government buildings, the Reichstag, the Holocaust Memorial and Museum, and numerous other memorials and cemeteries.  But most of all, we listened to stories … of the war, the wall, Jewish life under communism, and the resurgent Jewish community.

Cantor Jalda Rebling was born in Amsterdam just after the war.  At the age of 2 her family moved to East Berlin in a futile effort to help build a socialist country of the highest standards.  And there she has lived ever since.  She was active in the movement that ultimately tore down the wall.

In a rare swift example of “what goes around, comes around,” Cantor Jalda has accepted an offer to be Shir Tikvah’s High Holy Days Cantor this fall.  Ohel HaChidusch is always lay-lead for the High Holy Days in order to be able to afford Cantor Jalda the rest of the year.  She will grace our services with her angelic voice and soulful spirit.  And, as Scholar-in-Residence, she will be in Troy January 15-16 for services and a Shabbat afternoon pot-luck third meal with Havdallah.

As the son of Holocaust survivors, for me anything German was loathed.  Buying anything German was impossible, let alone traveling there.  Many times during our trip I asked myself, “What am I doing here?”  But most of the time I found myself impressed with the deliberate way modern Germany deals with its past and consciously learns from it.  The Holocaust is ever present in Berlin, as it actively informs Germans how to make their present and future more civilized.  It appears to me that a future holocaust could happen in most any place around the world sooner than in Germany.

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 6.- 8. November 2009:  Workshop mit Rabbi Shefa Gold:
 Path of Love - Weg der Liebe

Wir hatten das  grosse Privileg, Rabbi Shefa Gold aus Jemez Springs, New Mexico/USA hier in Berlin in einem Workshop zu erleben. Sie gehört zu den führenden Persönlichkeiten von Aleph – der Alliance for Jewish Renewal und kam auf Einladung von Ohel Hachidusch e.V. zum ersten Mal nach Deutschland. Ihre Ordination erhielt sie vom Reconstructionist Rabbinical College und von Rabbi Zalman Schachter-Shalomi. Ihre Kompositionen und ihre liturgischen Formen haben Eingang in moderne Siddurim gefunden. Rabbi Gold trainiert Rabbiner, Kantoren und Layleader im Rahmen von Kol Zimra, einem speziellen zweijährigen Programm. Sie arbeitet mit dem Institute for Jewish Spirituality in New York zusammen. Energie und Anregung für ihre Arbeit bezieht sie nicht nur aus ihren jüdischen Wurzeln, sondern auch aus buddhistischen, christlichen und islamischen Traditionen und den geistigen Strömungen indianischer Kultur. Sie schafft Verbindungen dort, wo diese Traditionen einander am Zugang zur der einen Quelle der Liebe treffen.


Channah A. hat die Besonderheit dieses Workshops wie folgt zusammengefasst:

"Path of Love konzipiert und durchgeführt von Rabbi Shefa Gold ist eine sensible und professionelle Anleitung der bedeutungsvollen, stillen Annäherung an die nährenden Quellen unserer jüdischen Texte. Path of Love heißt auch sich selbst und die Gemeinschaft bildenden Fähigkeiten zu entdecken.
Strukturiert als Schabaton führt uns Shefa Gold mit Lehre und Chants bis weit nach Hawdala durch einen einmaligen Schabbat. 
Wir kennen die Texte aus Siddur und Tenach – nur- Rabbi Shefa Gold bietet uns mit ihren Lehren einen ganz neuen Einblick in die Tiefe und Schönheit dieser Worte. Durch das gemeinsame Chanten erleben, erfahren wir die Kraft, die in diesen Worten verborgen sind. In der anschließenden Stille haben wir Raum und Zeit in uns Versöhnung, Heilung, Wachstum, die Wiederbelebung der Zartheit wirken zu lassen.
Mit wachem Verstand und offenem Herzen begegnen wir den Texten. Wir lernen unter der Leitung von Rabbi Shefa Gold schnell und beinahe unbemerkt liebevoll und achtsam zu sein.
Leise und deutlich spürbar wächst eine Gemeinschaft.
Wir feiern Schabbat. Am Ende stellt sie die Frage: wie möchtest Du von dem Gelernten etwas in Deinen Alltag mitnehmen und Dich verpflichten, diese Praxis weiterzuleben?
Path of Love ist ein Weg."


Rabbi Shefa Gold

Rabbi Shefa Gold (re.) bei Ohel Hachidusch 

                                                              
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Sukkot 2009/ 5770


Erew Sukkot am 15. Tischri 5770, der auch Erew Schabbat war, führte uns unser Weg dieses Jahr an einen neuen Ort:
Im Garten von Anja-Riwka und ihrer Familie bauten wir -wie immer unter der fachfraulichen Anleitung von Anna-  2 Tage mit viel Spass und Freude unsereSukka auf. Nachdem unsere sehr schöne Sukka fertig war, verschlechterte sich das Wetter leider zusehends. Zum Lichter benschen und beim Kiddusch tanzten wir im Regen unter dem Laubdach. Unsere Gastgeber luden uns in ihr warmes Wohnzimmer ein, so konnen wir dort Schabbes und Sukkot feiern, ohne Erkältungen davonzutragen. Die Ohelisten übertrafen sich wieder mit ihren köstlichen Kreationen auf dem festlichen Tisch. Es war ein sehr schönes und gelungenes Fest und wir bedanken uns herzlich bei unseren Gastgebern.
Marlis V.

   

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3. Juli 2009

Zum Kabbalat Schabbat Chulat Balak hatten wir einen besonderen Gast: die unorthodoxe orthodoxe Rabbinerin Eveline Goodman-Thau. Gemeinsam begrüssten wir die Braut Schabbat. Rabbinerin Goodman-Thau überraschte uns mit einem spannenden d´var Torah und wir überraschten sie mit einem Kiddusch voller kulinarischer Köstlichkeiten, von denen sie als erfahrene Köchin begeistert war. Anlässlich ihres Geburtstages gab es natürlich auch Geschenke. Aber auch Ohel Hachidusch erhielt von Rabbinerin Goodman-Thau ein Geschenk: ein handgemachtes Schabbesdeckchen aus Jerusalem. Bis in den späten warmen Sommerabend sassen wir singend und Geschichten erzählend beieinander. Rabbinerin Goodman-Thau freut sich schon auf die nächste Begegnung "im Zelt" und wir auch.



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Pessach 2009/ 5769

2seder09

Den 2. Sederabend am 9.April/ 15. Nissan feierten wir in Annas Atelier.
Chasan Jalda leitete uns durch die Hagadah und zeigte uns den Weg, der aus unserem 
Mizrajim herausführt. Benny (3) fand den Afikomen, damit wir den Seder vollenden konnten.

Ein grosses Danke-schön geht an alle, die den Sederabend mit so viel Herz, Freude und Mühe
gestaltet haben. Wir waren 30 Personen, dicht gedrängt an unserer langen, liebevoll gedeckten Tafel und vereint in dem Wissen, dass uns jahrhundertealte jüdische Traditionen
verbinden.

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