KONGRESS ARCHIV KONTAKT/IMPRESSUM LINKS AKTUELL Auf dieser Webseite findet ihr: Pessach 5770 - 2010 Purimfeier bei Ohel Hachidusch 27.2.2010 Beth Jacob Thora in Berlin Januar 2010: Fotos von Shir Tikvah Bericht über unser Thorafest am 28. November 2009 Anjas Rede zur Geschichte des Thora-Wimpels Artikel von Rabbiner Arnie Sleutelberg aus Troy/ Michigan, USA Bericht über unser workshop "Path of Love" vom 6.-8. November 2009 mit Rabbi Shefa Gold aus Jemez Springs, New Mexico/ USA Bericht über unsere Sukkot-Feier 2009 3. Juli 2009: Rabbinerin Frau Prof. Goodman-Thau zu Gast bei Ohel Hachidusch Pessach 2009: 2. Sederabend bei Ohel Hachidusch Pessach 5770 - 2010 Der Pessachseder, als grosses Familienfest, hat nicht nur die Ohel-Familie zusammengeführt. Viele alte und neue Freunde, die teilweise von weit her extra anreisten, feierten mit uns den 2. Sederabend. Wie auch in den vergangenen Jahren öffnete Anna ihr geräumiges Atelier. Wir haben gemeinsam den Raum aufgeräumt, geputzt und gekaschert, um Platz für unsere grosse Tafel zu schaffen. Es wurde trotzdem erfreulich eng, und wir mussten sogar noch anbauen. ![]() Unsere Kantorin Jalda führte uns wie gewohnt gekonnt und mit viel Herz, Engagement und Liedern durch die Haggadah . Wir spürten die Enge von Mitzrayim und zogen aus in die Freiheit. Hallelujah. Das Festmahl übertraf alle Erwartungen. Anna und ihr Kochteam haben viel Zeit und Liebe in die Vorbereitung des Menüs gesteckt. Anna und Sabrina, die beiden Profis, haben gemeinsam gekocht. Viele Hände packten beim Grossaufräumen mit an. So wie es eben in einer guten Familie zugeht. ![]() Vielen Dank an Jalda, Anna, Sabrina und alle Helfer! Hier sollen noch 2 unserer Gäste aus USA zu Wort kommen: Erst ein Zitat aus Sabrinas Blog: The Seder may have beeen conducted in German and it may not have included any of my relatives, but afer the 5th glass of wine it felt exactly like the Seders of my childhood. Der ganze Blog mit vielen Fotos und Annas leckeren Seder-Rezepten findet sich unter http://www.foodandfootage.com/. Nalini danken wir für die Fotos auf dieser Seite. Sie fasst ihre Eindrücke von unserem Sederabend so zusammen: "Being part of the Pesach celebration at Ohel Hachidusch was a blessed highlight of my year. The kahal is welcoming and warm and Jalda's hosting made for a rich experience opening me to be able to taste a real bit of freedom yet again. The food was exceptional as well.- thank you to Anna and Sabrina. I can't wait to return!" -- Nalini Indorf Kaplan Purimfeier bei Ohel Hachidusch 27.2.2010 (Erew Purim 14. Adar 5770): ![]() Alle Jahre wieder durchlaufen wir in der Choreographie des jüdischen Kalenders bestimmte Feste mit ihren je eigenen Inhalten und Stimmungen. Im Februar war es in unserem Ohel schon wieder soweit, das Purim-Fest zünftig zu begehen. Was ist ein zünftiges Purim-Fest? Eines, bei dem man betet, die Legende von Esther und Mordechai gemeinsam liest, über das Wunder der Rettung der Juden nachsinnt, zusammen feiert und nicht zuletzt… zusammen lecker isst und trinkt. Das haben wir ausgiebig in unserem Zelt getan. Mit Purim bietet das Judentum zwar die ausgelassendsten Bräuche. Zugleich gibt die Geschichte doch auch viel nachzudenken auf. Wenn es ein Reizwort in der jüdischen Überlieferung gibt, dann ist das Amalek. Als die Kanaaniter während der Wüstenwanderung die Israeliten verfolgten, wer tat sich da besonders hervor? Amalek. Wem hatte König Saul das Ende seiner Karriere zu verdanken? Amalek. Und wem begegneten die Israeliten im großen Reich der Perser in der Person eines Hofbeamten wieder? Haman stammte von Amalek. Was die Esther-Geschichte so wohltuend von anderen Kriegen und Siegen unterscheidet, ist, dass es das Agieren einer einzigen, auch als Königin im Grunde rechtlosen Frau war, die das Blatt wendete, auf dem die Vernichtung ihrer Gemeinschaft schon niedergeschrieben war. Am Ende erleidet Haman das Schicksal, dass er der jüdischen Gemeinschaft von Persien zugedacht hatte. Warum es aber seine zehn Söhne mit ihm teilen müssen, bleibt z.B. ein Rätsel. Wenn überhaupt ist das nur symbolisch als der Versuch zu verstehen, nun das Böse endlich ganz auszurotten. Wir haben uns an jenem Abend schliesslich mehr darauf konzentriert, das Fest zu einem Spaß für die ganze Familie werden zu lassen. Das heißt bei uns, dass nicht nur die Kinder phantasievoll verkleidet erscheinen. Und geradezu eine Ehrenpflicht ist, die Lesung aufmerksam zu verfolgen, um auch ja jede Erwähnung von Haman in einem riesigen, tobenden Lärm von Ratschen, Tröten und Rufen versinken zu lassen. Dazu gab es reichlich Gelegenheit: wir haben die Megillat Esther verteilt auf verschiedene Personen gelesen: zum Teil auf Hebräisch und dann eine von Jona abgewandelte Form. Die beginnt so: „Es war einmal in einer Galaxie weit, weit weg und vor langer, langer Zeit. Zwischen zwei Spiralarmen dieser Galaxie auf Position 30°MZPerX12’5 gab es in einem kleinen Gebiet, in dem meist nicht viel los war, ein Sonnensystem mit 8 Planeten. Auf dem 3. Planeten gab es ein Königreich, das herrschte über 127 Länder und Kolonien im ganzen Sonnenystem. Dieses Reich hieß Paras u-Madai, seine Hauptstadt aber war Schuschan. …“ Auf den ersten Blick also nicht wiederzuerkennen, endet die Geschichte aber auch hier mit dem vertrauten Ergebnis, dass die Leute von Jehuda doch noch eine Zukunft hatten und immer wieder haben werden. So haben auch wir einmal mehr fleißig das Gebot der Thora erfüllt, sich ja daran zu erinnern, Amalek zu vergessen. Jona Kirchner
_____________________________________________________________________________ Beth Jacob Thora in Berlin
Im Dezember 2008 übergab die Gemeinde Shir Tikvah aus Troy/Michigan im Rahmen des "Torah Active Kiddushim" Programms Ohel Hachidusch ihre Beth Jacob Thora. Ihre ältesten Teile stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Thora stammt vermutlich aus der Tschechoslowakei. Deshalb war es auch der Wunsch der Shir Tikvah Gemeinde, dass die Thora nach Europa zurückkehrt. Anna hat einen tragbaren Aron HaKodesch gebaut, in dem die Thora sicher wohnt. Wenn sich dieser Typ bewährt, bekommt die Thora einen Schrank aus biblischem Holz: leicht, atmungsaktiv und schön. ___________________________________________________________________________________ ![]() Januar 2010: Wirfreuen uns sehr über die neuesten Fotos aus unserer Partnergemeinde Shir Tikvah in Troy/ Michigan. Sie zeigen, wie gut Chajims Hawdala Keramik und unser Wimpel für die Blumenstein-Family Tora dorthin passen und wieviel Interesse unserer Ohel-Dokumentation entgegengebracht wird. Danke Shir Tikvah! ___________________________________________________________________________________
Wir feierten an einem historischem Ort: im Betsaal des Ehemaligen Jüdischen Waisenhauses in Berlin-Pankow. Das Waisenhaus wurde 1882 gegründet und beherbergte zeitweise bis zu 100 Waisenkinder. Sie wurden 1940 in die Konzentrationslager verschleppt. Jeder von uns spürte die atmosphärische Dichte in diesem Raum, in dem zum ersten Mal seit 1940 wieder Tora gelesen wurde. Ein grosses Loch in der Wand wurde in dem von der Cajewitz-Stiftung renoviertem schönen Raum bewusst so gelassen: Dort war der Aron Hakodesch des Waisenhauses herausgerissen worden. Wenige Meter entfernt stand nun unser eigener, von Anna Adam gebauter, tragbarer Aron Hakodesch mit der Beth Jacob Tora, deren einzelne Teile zwischen 70 und über 200 Jahre alt sind und bestimmt auch schon viel erlebt haben bevor sie -wahrscheinlich aus der ehemaligen Tschechoslowakei- in den USA in Sicherheit gebracht wurden.
Für die Überlassung der Fotos bedanken wir uns herzlich bei Herrn Marco Limberg (Dieser Text ist ungewöhnlich ausführlich ausgefallen. Die
Feier war aber für uns als Gemeinschaft so wichtig, dass eine
kurze Beschreibung ihr nicht gerecht würde). _____________________________________________________________________________ Anjas Rede zur Geschichte des Thora-Wimpels Dear guests, dear guests from Shir Tikvah,
Beim Sticken der Wimpel für die Blumenstein-Family Tora und unsere eigene Beth Jacob Tora _____________________________________________________________________________
Hier ein Text von Rabbi Arnie Sleutelberg aus Troy/Michigan, in dem er
seine Eindrücke von unserem gemeinsamen Torafest und seinem Besuch
in Berlin zusammenfasst. Den zitierten Artikel aus der "Jüdischen
Allgemeinen" können Sie auch auf unserer Presseseite lesen. Die Rolle aus Amerika The Torah Scroll from America FEIER Ein Rabbi aus Detroit liest aus der Tora, die seine Gemeinde Berlin schenkte CELEBRATION A rabbi from Detroit reads from the Torah which his congregation had gifted to Berlin So read the headlines of a feature article in the Berlin Jewish News, the “Jüdische Allgemeine.” http://www.juedischeallgemeine.de/epaper/pdf.php?pdf=../imperia/md/content/ausgabe/2009/ausgabe49/14.pdf After deciding to commission the writing of a new Torah, the Board of Trustees of Congregation Shir Tikvah decided to share our good fortune by passing forward a Torah which had been gifted to us by Temple Beth Jacob in Pontiac. We sought to find a deserving, viable, egalitarian congregation for whom this would be their only Torah. A Torah donation committee was formed, applications were distributed around the world on the internet, and nine deserving applications were received. The committee narrowed the field to three and the Board of Trustees chose Ohel HaChidusch in Berlin, Germany for several reasons. First, they are egalitarian and viable with devoted leadership. Second, unlike other Berlin congregations, they are welcoming of the intermarried, as well as those who, 60 years after the Holocaust, are attempting to reconnect with their Jewish ancestry (though technically not yet Jewish themselves). And like Shir Tikvah, they are welcoming of the Lesbian, Gay, Bi and Transgender community. In Shir Tikvah’s new Ark a place of holy memory will always be kept for our Holocaust Torah. It came to us because its congregation in Eastern Europe was destroyed. However, now that there is a resurgent Jewish community in Eastern Europe, even in Germany’s capitol, it is fitting that we return a Torah, the Beth Jacob Torah, to Eastern Europe, to Berlin, in a clarion call proclaiming that Am Yisrael Chai, the People of Israel lives. At our Dedication Ceremony last December, representing Ohel HaChidusch was their spiritual leader, Cantor Jalda Rebling. Our President, Erica Peresman and our Torah donation committee chair, Eileen Nowikowski, passed the Beth Jacob Torah to Shir Tikvah’s Holocaust survivors, Edith Bernstein, Wolf Gruca, John Kovacs and my Mom, Edith Sleutelberg, who, on our behalf, passed the Torah to Cantor Rebling. In the most moving moment of the evening, Cantor Rebling accepted the Torah, tearfully thanked the congregation, and slowly walked off the Bima and down the aisle as the congregation equally tearfully sang, “May You Be Blessed As You Go On Your Way” by Debbie Freedman. This moment proved once again what we all know already; that as great as it is to receive, it’s even better to give. Nearly a year later, Congregation Ohel HaChidusch hosted its Torah Consecration ceremony in the sanctuary of what was formerly a Jewish orphanage. With representatives of the Christian and Muslim faiths in attendance, 3 rabbis, 1 cantor, 20 people connected to Shir Tikvah, and dozens of others, the Beth Jacob Torah was taken from its newly constructed Ark, unwrapped from its newly embroidered Wimple, unrolled, read, and consecrated. Seven times a portion was chanted, and beautiful Divrei Torah with blessings were shared, many by Shir Tikvah members. I had the privilege of chanting the Priestly Benediction. Irv Wengrow from Troy shared that being a part of the Kabbalat Shabbat service and Consecration helped him to know that we had made the right decision in gifting the Torah to Ohel HaChidusch. A film crew documented the evening as well as reporters from Berlin’s newspapers. It was thrilling to be a part of this historic event. Ohel HaChidusch, because it is welcoming of those who are shunned from other congregations, has had difficulty obtaining funding or any assistance from Berlin’s Jewish community. How sad that they are discriminated against as a congregation for being open and welcoming. Many descendants of pre-war Jews are discovering their Jewish roots and are desirous of connecting with the Jewish community while pursuing conversion. Unlike other Berlin congregations, Ohel HaChidusch is welcoming of those who wish to learn, experience and grow into their Judaism. In addition to participating in the Shabbat and Consecration services, we toured Berlin, taking in the sites of East and West, the remnants of the wall, the new government buildings, the Reichstag, the Holocaust Memorial and Museum, and numerous other memorials and cemeteries. But most of all, we listened to stories … of the war, the wall, Jewish life under communism, and the resurgent Jewish community. Cantor Jalda Rebling was born in Amsterdam just after the war. At the age of 2 her family moved to East Berlin in a futile effort to help build a socialist country of the highest standards. And there she has lived ever since. She was active in the movement that ultimately tore down the wall. In a rare swift example of “what goes around, comes around,” Cantor Jalda has accepted an offer to be Shir Tikvah’s High Holy Days Cantor this fall. Ohel HaChidusch is always lay-lead for the High Holy Days in order to be able to afford Cantor Jalda the rest of the year. She will grace our services with her angelic voice and soulful spirit. And, as Scholar-in-Residence, she will be in Troy January 15-16 for services and a Shabbat afternoon pot-luck third meal with Havdallah. As the son of Holocaust survivors, for me anything German was loathed. Buying anything German was impossible, let alone traveling there. Many times during our trip I asked myself, “What am I doing here?” But most of the time I found myself impressed with the deliberate way modern Germany deals with its past and consciously learns from it. The Holocaust is ever present in Berlin, as it actively informs Germans how to make their present and future more civilized. It appears to me that a future holocaust could happen in most any place around the world sooner than in Germany. __________________________________________________________________________________________ 6.-
8. November 2009: Workshop mit Rabbi Shefa Gold:
______________________________________________________________________________ Zum Kabbalat Schabbat Chulat Balak hatten wir einen besonderen Gast: die unorthodoxe orthodoxe Rabbinerin Eveline Goodman-Thau. Gemeinsam begrüssten wir die Braut Schabbat. Rabbinerin Goodman-Thau überraschte uns mit einem spannenden d´var Torah und wir überraschten sie mit einem Kiddusch voller kulinarischer Köstlichkeiten, von denen sie als erfahrene Köchin begeistert war. Anlässlich ihres Geburtstages gab es natürlich auch Geschenke. Aber auch Ohel Hachidusch erhielt von Rabbinerin Goodman-Thau ein Geschenk: ein handgemachtes Schabbesdeckchen aus Jerusalem. Bis in den späten warmen Sommerabend sassen wir singend und Geschichten erzählend beieinander. Rabbinerin Goodman-Thau freut sich schon auf die nächste Begegnung "im Zelt" und wir auch.
_____________________________________________________________________________ Pessach 2009/ 5769
Den 2. Sederabend am 9.April/ 15. Nissan
feierten wir in
Annas Atelier. Ein grosses Danke-schön geht an alle,
die den
Sederabend mit so viel Herz, Freude und Mühe _____________________________________________________________________ |